David Bloom

Zeitgenössisches Tänzertraining

24.03.+25.03, 13:00–14:30
26.+28.+30.03.18, 14:00–15:30

Ausgebildete Tänzer

Bio

David Bloom wurde in Heidelberg in eine New Yorker Familie hineingeboren. Er spielt, seitdem er 16 Jahre alt ist, professionell Klavier, unter anderem in der Bar Marie’s Crisis in New York. Seine Tanzausbildung erhielt er hauptsächlich an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, und studierte auch bei William Forsythe, Kirstie Simson und Benoît Lachambre. Er war Mitglied des Tanzensembles am Staatstheater Darmstadt, und arbeitete u.A. an Projekten von Marco Santi, Michaël d’Auzon, Nir de Volff/Total Brutal, Micha Purucker, Ingo Reulecke, Canan Erek, Friederike Plafki, Felix Ruckert & Tino Sehgal mit. Er unterrichtet zeitgenössischen Tanz in verschiedenen Kontexten und absolvierte außerdem das Urban Tantra Professional Training Program von Barbara Carellas. Er studierte BDSM und Tantra bei Lehrer*innen wie Joseph Kramer, Felix Ruckert, Osada Steve & Midori. Seitdem er den Studiengang M.A. Choreographie des Hochschulübergreifenden Zentrum Tanzes Berlin – wo er seit 2017 auch unterrichtet – abschloss, konzentriert er sich hauptsächlich auf seine eigene choreographische Arbeit, u.A. „Die Heilige und die Hure“, ein Solo für Felix Ruckert, und „enemy“, ein interaktives Sauna-Tanzstück. Er kuratierte außerdem regelmäßig die Berliner Play Party/choreographische Installation „Friends & Lovers“, die eine Kurzfilmtrilogie inspirierte, von denen jeder seit Oktober 2013 beim Berliner Pornfilmfestival Premiere hatte. David war 2012 danceWEB-Stipendiat, und kehrte 2015 und 2016 zum Unterrichten zum ImPulsTanz-Festival zurück.

Kursbeschreibung

PLEASURE – eine zeitgenössische Technikklasse. Was bedeutet es, etwas gemeinsam mit unseren Körpern zu unternehmen? Was kann man aus einer Tanzklasse ziehen, wie aus sonst keiner anderen Erfahrung? Und was bedeutet die “Technik” des zeitgenössischen Tanzes seitdem alles erlaubt ist? In den letzten paar Jahren habe ich mich intensiv mit somatischen Bewegungsansätzen auseinandergesetzt. Diese Klasse ist ein Versuch, diesen selbstforschenden und potenziell heilsamen Prozess mit der externen Struktur einer technischen zeitgenössischen Klasse zusammenzuführen. Ich glaube, daß es möglich ist, auch bei der Ausführung von gesetzten Übungen und Sequenzen ein verkörpertes Bewusstsein zu bewahren, und daß diese Verbindung dem performenden Körper eine große Bandbreite an Optionen bietet. Tanz und Choreographie erscheinen nicht nur als Handlung, sondern auch als ihre scheinbaren Kontraste: Empfangen, Beobachten, Zuhören. Freude kann ein Weg sein, “Schritte” wahrlich zu verkörpern. Die Klasse beginnt mit der somatischen Wahrnehmung des Körpers und lenkt das Bewusstsein dann auf das Raum-Zeit-Kontinuum, durch das wir uns bewegen, mit einer Kombination aus Improvisationsstrukturen, technischen “Übungen” und gesetzten Sequenzen. Ich finde auch den Gedanken, “eine Klasse zu besuchen”, an sich sehr interessant. Was bedeutet es, in dieses Studio zu gehen, und mit welcher Intention tue ich das? Wir werden die individuelle Gruppendynamik jedes einzelnen Tages dazu nutzen, eine einzigartige Erfahrung und eine freudige Praxis miteinander zu teilen. Das, was man regelmäßig praktiziert, ist das, worin man besser wird, und wenn man praktiziert, den Tanz zu genießen, wird der Genuß zunehmen.

www.davidbloom.info